In den letzten Wochen und Monaten habe ich mich sehr intensiv mit meiner Neurodermitis/Schuppenflechte auseinander gesetzt, habe viel ausprobiert und auch Ursachenforschung betrieben. Wenn du meinen Beitrag “die Magie der 100 Tage” gelesen hast, weißt du das ich 100 Tage lang auf jegliche Süßigkeiten, Kuchen, etc. verzichtet habe. Es war übrigens gar nicht so schwer, wie befürchtet. Aber leider hat es mich hauttechnisch nicht weiter gebracht.

Es soll in diesem Post aber nicht nur darum gehen, was nicht hilft, aber damit möchte ich gerne starten. Nachdem ich mehrere Monate lang meine Haare ausschließlich mit selbst hergestelltem Roggenshampoo  gewaschen habe, musste ich leider feststellen, dass auch diese Methode, zwar sehr schonend und super für meine Haar-struktur und -gesundheit ist, aber meine Schuppenflechte wurde dadurch leider nicht sehr viel besser. Den Juckreiz hatte ich damit gut unter Kontrolle, aber trotzdem hat mich immer wieder das Kratzfieber gepackt.

Bevor ich auf Roggenmehl Shampoo umgestiegen bin, habe ich unglaublich viel Geld für Shampoo ausgegeben. Jeder Friseur hat mir ein anderes sau teures Produkt gegen meine Neurodermitis angedreht und da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, hab ich auch immer bereitwillig mein Portemonnaie geöffnet.

Die Drogeriegeschäfte sind voll

Schuppenflechte

Es ist doch echt verblüffend, wie viele verschiedene Anbieter von Haarprodukten es auf dem Markt gibt, oder? Für jeden Haartyp, für jedes Problemhaar, gibt es passende Lösungen. Natürlich ist das totaler Blödsinn, denn kein Shampoo der Welt kann unsere Haarstruktur auf Dauer verändern, genauso wie kein Shampoo der Welt unsere Neurodermitis bekämpfen kann.

Äußere Anwendung kann die Ursache nicht bekämpfen

Eigentlich ist es total logisch, dass eine äußere Anwendung nicht auf Dauer helfen kann. Denn auch wenn es sich um eine Hautkrankheit handelt, liegen die Probleme oder anders gesagt die Auslöser doch meistens in uns. Stress, Unruhe, Ärger all diese Dinge werden oft über die Haut nach außen getragen. Trockene Heizungsluft, zu wenig frische Luft, Vitaminmangel haben auch Einfluss auf unsere Haut.

Ein Hautarzt kann selten helfen

Nachdem die Monate, in denen ich mich wirklich sehr sehr gesund ernährt habe, überhaupt keine Auswirkungen auf mein Hautbild hatten, weder auf meine unreine Haut im Gesicht, noch auf meine trockene Kopfhaut, bin ich kurzerhand zu einer Homöopathin gegangen und habe ihr von meinen Problemen erzählt. Sie hat mir lange zugehört und mir viele Fragen gestellt. So eine Beratung wäre beim Hautarzt undenkbar gewesen. Während des Gespräches hat sie mich gefragt, ob ich bereit wäre auf Schweinefleisch zu verzichten. Rohes Schweinefleisch ist ein “no go” erklärt sie mir, aber wenn ich wirklich gute Erfolge erzielen möchte, sollte ich komplett darauf verzichten.

Verzicht auf Schweinefleisch soll die Lösung sein?

“Das ist alles”, fragte ich sie. “Nein, leider nicht, aber es ist ein Anfang”, antwortete sie mir. Sie erklärte mir, warum das Schweinefleisch nicht gut sei und ich verließ ihre Praxis etwas irritiert. In der heutigen Gesellschaft ist es ja total im Trend vegan oder wenigstens vegetarisch durchs Leben zu gehen und das Fleisch nicht das Gesündeste der Welt ist, ist mir auch irgendwie klar, aber ich suche seit Jahren im Netz, auf Foren, in Gesundheitszeitungen usw. nach Lösungsansätze für meine Schuppenflechte, aber der Verzicht auf Schweinefleisch wurde nirgends als Lösungsansatz genannt. Das ist doch merkwürdig, oder etwa nicht? Ich blieb also sehr skeptisch.

Kieselerde und Zink kann nicht schaden

Beim Ausmisten unserer Hausapotheke sind mir noch fast abgelaufene Kieselerde Tabletten in die Hände gefallen. Kann ja nicht schaden und weg schmeißen wollte ich sie auch nicht. Als kleiner Tipp, wenn du Kieselerde Tabletten nimmst, achte darauf, das Zink enthalten ist. Bei Zinkmangel geraten einige Prozesse im Körper durcheinander und die Haut aus dem Gleichgewicht, deswegen schadet es nicht, wenn du täglich zusätzlich etwas Zink zu dir nimmst.

Seit einigen Wochen verzichte ich also auf Schweinefleisch, nehme täglich meine Kieselerde mit Zink und habe meinen Zuckerkonsum eingeschränkt und was soll ich dir sagen. Meine Kopfhaut ist zwar noch kein Babypopo, aber ich bin sowas von überrascht, wie gut es meiner Haut geht und nicht nur auf dem Kopf, sondern auch im Gesicht ist mein Hautbild viel viel besser geworden. Ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass das Weglassen von Schweinefleisch so eine Wirkung erzeugt.

Gute Darmflora entscheidend

Durch mein regelmäßiges Fasten und meine positiven Erfahrungen dadurch war ich mir zwar der Tatsache bewusst, das meine Ernährung und meine Darmflora einen großen Einfluss auf meine Hautprobleme haben, aber da mein Zuckerentzug keine Besserung gebracht hat, war ich mir nicht sicher, wo genau ich ansetzen sollte. Auf Schweinefleisch zu verzichten, darauf wäre ich alleine nicht gekommen und es ist auch gar nicht so wild. Obwohl ich sehr sehr gerne Fleisch esse, gibt es genug Alternativen wie z.B. Rindfleisch und natürlich jegliches Geflügel. Bio-Fleisch ist selbstverständlich am besten oder wenn du die Möglichkeit hast, kauf dein Fleisch am besten bei einem Bauer deines Vertrauens.

Probier es aus ! Schaden kann es ja niemanden. Zur Langzeitwirkung kann ich natürlich noch nichts sagen, aber ich halte euch auf dem Laufenden.

Wie ist das bei dir? Hast du deine Hautprobleme durch eine Ernährungsumstellung in den Griff bekommen? Bin gespannt auf eure Erfahrungen.

Liebe Grüße,

eure Yvonne

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Warum kein Shampoo gegen Schuppenflechte hilft

5 Gedanken zu „Warum kein Shampoo gegen Schuppenflechte hilft

  • 8. Dezember 2017 um 21:48
    Permalink

    Bei mir hat bislang das selbstgemachte seifenkrautshampoo mit anschließender zitronenspülung am besten geholfen. Und natürlich Stress abbauen…

    Antworten
  • 8. Dezember 2017 um 9:16
    Permalink

    Sehr interessanter Artikel. Aber ob das Schweinefleisch allein dafür verantwortlich ist, weist du ja gar nicht, denn dein Weg war ja anders: “verzichte ich also auf Schweinefleisch, nehme täglich meine Kieselerde mit Zink und habe meinen Zuckerkonsum eingeschränkt”. Es kann also durchaus auch die Kombination sein. Vielleicht versuchst du mal jedes einzelnen und nimmst dann immer mehr dazu. Ich habe auch Schuppenflechte, habe aber beim Einschränken von Zucker schon kleine Erfolge gesehen. Überhaupt ist es so über die Jahre immer mal wieder besser und schlechter geworden, ohne das ich sagen kann, woran es liegt. Stress ist aber definitiv noch ein Auslöser. Auf dem Kopf habe ich es mit Shampooseife gut in den Griff bekommen. Aber nicht aus der Apotheke. Ich beziehe die von einem Seifenmacher (Einseifer Dresden). Also weg ist es natürlich nicht, aber es juckt nicht mehr und ist auch weniger geworden.

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