Hallo ihr Lieben, in meinem heutigen Beitrag möchte ich euch ein paar Tipps zur „sanften Shampoo Entwöhnung“ geben oder genauer gesagt, meine Erfahrungen mit euch teilen. Vielleicht habt ihr Lust es auch zu probieren und seid euch einfach nicht sicher, wie ihr anfangen sollt. Kurz vorweg: ich war eigentlich schon monatelang „Shampoo frei“, damals habe ich allerdings von heute auf morgen das Shampoo weggelassen und die ersten Wochen waren wirklich „haarsträubend“. Dieses Mal habe ich mich für den sanften Weg entschieden, da ich nicht wieder wochenlang mit einem Pferdeschwanz rumlaufen möchte. Hier kommt ihr noch mal zu meinem Beitrag, für alle die ihn noch nicht kennen.

Warum muss ich von vorne starten?

Anfang des Jahres hatte ich einen recht heftigen Psoriasis Schub auf meiner Kopfhaut und musste sehr viel mit Öl arbeiten, um meine Kopfhaut wieder in den Griff zu bekommen und den Juckreiz zu lindern. Eine eingeölte Kopfhaut sorgt natürlich auch für sehr ölige Haare und diese bekommt man leider nicht wieder öl frei ohne ein Shampoo zu benutzen. Ich habe für solche Zwischenfälle das Familienshampoo von Alverde zu Hause und komme soweit auch ganz gut mit dem Shampoo zurecht. Allerdings habe ich dann, obwohl es meiner Kopfhaut schon wieder besser ging, weiter zum Shampoo gegriffen, anstatt gleich wieder zu meinem Roggenmehl-Shampoo zurück zu kehren. Und nun bin ich wieder alle zwei Tage am Haare waschen L und meine Kopfhaut fängt auch wieder an zu jucken.

Bevor ich mich entschieden habe, wieder komplett auf Shampoo zu verzichten, habe ich mich ein wenig umgehört. Vielleicht kennt ihr Shampoobars z.B. von LUSH? Ich habe mich mit den jeweiligen Inhaltsstoffen beschäftigt und war wirklich kurz davor mir ein paar Shampoobars zu bestellen, da mich der Duft derer, schon beim Lesen der vielen Bewertungen, neugierig gemacht hat. Aber dann habe ich mich daran erinnert, wie zufrieden ich mit meinen Haaren war, als ich eben komplett auf Tenside und Co. verzichtet habe. Und eigentlich war das ja von Anfang an meine Intention, meine Haare und Kopfhaut zu entgiften. Und so bin ich nun wieder dabei.

Keine Pickel mehr auf dem Rücken!

Fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass es noch einen weiteren positiven Effekt gibt, der mich ermuntert hat, wieder auf „Shampoo frei“ umzusteigen. Ich habe nämlich immer mal wieder vereinzelt kleine Pickel auf dem Rücken, dass kennt sicher der ein oder andere von euch, und im Sommer können wir Mädels die nun wirklich nicht gebrauchen. In den Monaten, als ich nur mit Roggenmehl meine Haare gewaschen habe, hatte ich nicht einen einzigen Pickel auf meinem Rücken. Vielleicht liegt es daran, dass eben kein Shampoo mehr meinen Rücken entlangläuft oder aber es liegt an der „sauren Rinse“ die ich meistens mit Apfelessig mache. So 100%ig kann ich das natürlich nicht sagen, aber ich war schon sehr beeindruckt darüber, dass sich durch meine Umstellung des Haare Waschens, meine Pickel verabschiedet haben. Darüber gibt es hier auch noch einen extra Beitrag.

Und so gelingt die sanfte Entwöhnung:

Solltet ihr noch mit herkömmlichem Shampoo eure Haare waschen, solltet ihr euch für den Übergang ein mildes Shampoo aus der Naturkosmetik besorgen und erst mal ein paar Wochen damit eure Haare waschen. Ihr werdet merken, dass ist schon ein Unterschied, vor allem schäumt das Shampoo nicht mehr so, wie ihr es gewohnt seid.

Hier mal ein Bild von meinen Haare nach der Haarwäsche mit Roggenmehl.

Step 1, Natron anstatt Shampoo:

Wascht euch eure Haare als ersten Step mit Natronwasser. Dafür müsst ihr ca. 1 EL (Kaiser) Natron im warmen Wasser auflösen (200-300ml), gebt das ganze entweder in eine alte, ausgewaschene Shampooflasche oder in ein anderes handliches Behältnis (Sprühflasche geht auch super) und gießt es euch über eure Haare. Ihr könnt es ein wenig einmassieren und  dann gründlich ausspülen. Am besten macht ihr danach noch eine saure Rinse, müsst ihr aber nicht zwingend. Dann stylt ihr eure Haare wie gewohnt. Natürlich solltet ihr dabei auf Pflegeprodukte, Haarschaum, etc. verzichten, wir wollen unsere Kopfhaut und die Haare ja schließlich entgiften. Das Natron trocknet eure Kopfhaut aus, solltet ihr eher zu trockener Kopfhaut neigen, so wie ich, dann überspringt ihr am besten diesen step.

Step 2, Bürsten:

Eure Talgproduktion stellt sich natürlich nicht von heute auf morgen um, dass benötigt etwas Zeit, deswegen ist es wichtig, dass ihr eure Haare viel bürstet, um den überschüssigen Talg in euren Haaren zu verteilen.

Step 3, Waschen mit Roggenmehl:

Sobald ihr euch unwohl fühlt oder eure Haare zu fettig werden wascht ruhig wieder, es ist völlig okay in der Umgewöhnung, wenn ihr euren gewohnten Rhythmus beibehaltet. Wenn ihr mit dem Natronwasser gut zurecht gekommen seid, dann wascht ruhig wieder damit eure Haare und wenn nicht, dann probiert Roggenmehl aus. Hierbei ist wichtig, dass ihr wirklich Roggenmehl verwendet und kein anderes Mehl, welche es ihr nur sehr schwer wieder aus euren Haaren raus bekommt. Ihr nehmt ca. 3 EL Roggenmehl und vermischt es mit soviel Wasser, bis eine gewohnte Shampoo-Konsistens dabei rauskommt. Dann wascht ihr euch damit die Haare, verteilt es richtig gut auf eurer Kopfhaut und lasst es etwas einwirken. Gründlich ausspülen, damit keine Mehlreste im Haare bleiben. Auch hier könnt ihr wieder anschließend eine saure Rinse benutzen. Das Roggenmehl reinigt die Haare schonend und ist voll mit pflegenden Inhaltsstoffen, wie z.B.: Proteine, Mineralien und Vitamine.

Step 4, Geduld und Ausprobieren:

Gebt euren Haaren etwas Zeit, um ohne Shampoo klar zu kommen. Vielleicht hat euch das Natronwasser oder das Roggenmehl-Shampoo auch schon nach der ersten Anwendung gefallen, aber wenn nicht, dann gebt nicht sofort wieder auf. Probiert aus, was ihr mögt, gebt dem Roggenmehl noch Eigelb hinzu oder wascht eure Haare mit warmen Bier. Es gibt super viele Möglichkeiten die Haare ohne jegliche Chemie sauber zu bekommen und meistens sind sie nach 4-5 Wochen voller und gesünder als jemals zuvor. Sollten eure Spitzen zu trocken sein oder ihr Probleme beim Durchkämmen eure Haare haben, dann habe ich hier noch das richtige DIY Spray für die Haare für euch.

Step 5, weniger waschen:

Wenn ihr so circa 2 Wochen eure Haare ohne Shampoo gewaschen habt, dann verlängert so langsam eure Haarwaschroutine. Tastet euch langsam an eure perfekte Routine ran. Ich bin auch noch mitten in der Umstellung, aber ich würde mir gerne wieder nur alle 4-5 Tage die Haare waschen, anstatt alle zwei Tage.

Nun zu euch. Seid ihr vielleicht schon Shampoo frei und habt noch tolle Tips für mich oder würdet ihr es gerne probieren, scheut aber den Aufwand? Ich freue mich über jeden Kommentar von euch.

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Wie ich seit Jahren mit meiner Psoriasis lebe, lest ihr hier. Und wenn euch interessiert, was mir gerade total hilft, schaut mal hier vorbei.

Eure Yvonne

Sanfte Shampoo-Entwöhnung, so klappt es
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