Jetzt widme ich mich endlich auch mal den Kleinen unter uns, denn schließlich haben meine beiden Mädels mich zum “umdenken” gebracht. Noch vor einem Jahr habe ich mich nämlich überhaupt nicht mit dem Thema “was ist eigentlich alles so drin, in unseren Pflegeprodukten”beschäftigt. Da muss ich wohl meinen Kindern danken :-), dass ich mich endlich damit auseinander setze und nun viel bewußter auf die Inhaltsstoffe schaue.

Eigentlich seid ihr jetzt gleich gefragt,schnappt euch mal das Shampoo eures Kindes und lest euch die Inhaltsstoffe auf der Rückseite durch. Kennt ihr etwas davon, mal abgesehen von Aqua und vielleicht noch Citrit Acid (Zitronensäure)? Der Hinweis “für Kinder unzugänglich aufbewahren” müsste uns Eltern doch eigentlich schon abschrecken, oder? Aber wahrscheinlich geht es euch da genauso wie mir, wer liest sich schon die Rückseite des Shampoos, etc. durch, wenn vorne so tolle Sachen drauf stehen wie “so mild wie pures Wasser”?

Aber fangen wir mal ganz am Anfang an. Neugeborene werden nur im warmen Wasser gebadet und auch mit selbigem gewaschen und sie duften trotzdem sooooo gut. Keiner würde auf die Idee kommen, Duschgel oder ähnliches bei Babys zu verwenden. Warum und wann fangen wir also damit an? Das liebe Wasser ist wirklich unser bester Freund und reicht zur täglichen Pflege für Babys und Kleinkinder auch absolut aus. Ist euch schon mal aufgefallen, wie toll die Haare von kleinen Kindern aussehen? Und das obwohl sie meistens nur einmal in der Woche gewaschen werden? Ich sollte hier wohl besser schreiben, wahrscheinlich weil sie nur einmal in der Woche gewaschen werden.

Meine Große (3 1/2 Jahre) und mittlerweile auch meine Kleine (10 Monate) gehen circa alle drei Tage in die Badewanne (im Sommer natürlich entsprechend öfters), es sei denn, sie sind richtig dreckig oder nass/kalt geworden. In unsere Badewanne kommt kein Badezusatz, auch wenn diese so verlockend scheinen. Das Angebot in den Drogerien ist größer als das Angebot mancher Lebensmittel, von Prinzessinnen- über Seeräuberbäder, dort findet man wirklich alles. Mit Sprudel, mit Frage, mit jeglichem Duft; der Fantasie wird keine Grenzen gesetzt. Natürlich bin auch ich immer mal wieder kurz davor, die so toll aussehenden und vielversprechenden Badezusätze zu kaufen, aber sobald ich mir die Rezeptur anschaue, landen diese sofort wieder im Regal. Denn warum sollte ich meine Kinder in Sodium Chloride (Natriumchlorid), Konservierungsmittel (EDTA), Zitronensäure, etc. baden? Es ist sogar wissenschaftlich bewiesen, dass die Badezusätze keinerlei positive oder pflegende Eigenschaften haben. Da ist nichts drin, was Kinder brauchen. Ganz im Gegenteil und wenn ich mir dann auch noch überlege, wie oft dieses Badewasser von meinen Kids getrunken wird (beim Spielen und Ablecken der Wassertiere)… nein, danke.

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Falls meine Große mal nach einem spannenden, duftenden, farbigen Badewasser verlangt (was eigentlich so gut wie noch nie vorgekommen ist), dann helfe ich mit etwas Lebensmittelfarbe nach oder ich mache ein richtig tolles Kleopatra-Bad mit Milch und Honig. Ein Tipp an die Eltern dessen Kinder sehr trockene Haut haben, da hilft meistens schon ein wenig Kokos-, Mandel- oder anderes Öl. Nur Achtung bei der Verwendung von Ölen wird es oft sehr rutschig in der Badewanne.

Zum Waschen benutzen wir meistens wirklich nur einen Waschlappen und Wasser und bei Bedarf einfach eine Seife, z.B. von Alverde. Die duften herrlich und tun sogar etwas für die Umwelt, da sie nur in Papier und nicht in Plastik verpackt sind. Die Haare waschen wir jetzt in den Wintermonaten höchstens einmal die Woche, und hierfür nutzen wir auch ein Shampoo aus der Naturkosmetik, da sind viel viel weniger Inhaltsstoffe drin, als in den herkömmlichen Shampoos. Auch hier der Tipp, einfach mal vergleichen. Viele Inhaltsstoffe findet man heutzutage auch im Internet, sodass man vor dem Einkauf recherchieren kann und nicht stundenlang in der Drogerie steht, um die Inhaltsstoffe zu vergleichen. Denn auch hier die Frage, warum sollte ich meinen Kindern Sulfate, Benzoate oder chemische Duft- und Farbstoffe auf die Kopfhaut schmieren, wenn es doch auch ohne geht? Falls ihr Probleme habt die Haare eures Kindes ohne Geziepe durchzukämmen, schaut doch mal hier. Super schnell hergestellt und macht die Haare geschmeidig.

Nach dem Baden wird bei uns nicht eingecremt. Warum auch? Baby- und Kinderhaut ist meistens von Natur aus butterweich und benötigt keine zusätzliche Pflege wie Creme oder Lotion. Abgesehen von Kindern mit sehr trockener Haut oder anderen Hautproblemen. Ihr kennt das ja schon aus meinem Beitrag “Duschen und Pflegen auf die natürliche Weise“, unsere Haut fettet von ganz alleine und in genau der richtigen Dosierung nach, ohne das wir nachhelfen müssen. Denn fangen wir einmal damit an, die Haut einzucremen, dann verlernt unsere Haut das natürliche Nachfetten und braucht dann die Creme umso mehr. Ein kleiner Teufelskreis, den wir doch von Anfang an umgehen können. Dem Thema “Eincremen” werde ich mich aber auch noch in einem separaten Blogbeitrag genauer widmen. Pflege für die Kleinen wird eine kleine Reihe, da mir das Thema sehr wichtig geworden ist und ich meine Erfahrung gerne mit euch teilen möchte.

Wie seht ihr das? Womit wascht ihr eure Kinder und wie oft? Würde mich wirklich sehr interessieren, also lasst gerne einen Kommentar dar.

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Macht euch einen schönen Tag, eure Yvonne !

Pflege für die Kleinen, Baden
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