“Wer seinen Körper reinigt, reinigt auch seine Seele.”

Heilfasten gehört nun schon seit knapp zehn Jahren zu meinem Leben und ich möchte mich bei meiner lieben Freundin Elli dafür bedanken. Da ich grundsätzlich ein sehr neugieriger oder anders gesagt wissbegieriger Mensch bin, musste ich meine “schon den ganzen Tag nur Wasser trinkende Freundin” einfach ausquetschen. Warum machst du das? Wie kann man freiwillig auf feste Nahrung verzichten? Wie lange hälst du das durch? Ist das gesund? Und und und. Ich hatte tausend Fragen.

Und ehrlich gesagt gibt es auch ebenso viele Antworten. Die Motivation es auch einmal auszuprobieren war bei mir auf der einen Seite die Neugier oder auch der Ehrgeiz (das schaff ich auch) und auf der anderen Seite die gesundheitliche Ebene. Eine Darmsanierung klingt gut, dem Körper ein paar Tage Ruhe gönnen auch. Ich habe mir ein Buch übers Heilfasten gekauft, mich ins Internet gestürzt und sehr viel über das Thema gelesen. Hinzukommt, dass ich seit Jahren Psoriasis sprich Schuppenflechte auf der Kopfhaut habe und eine Fastenkur der Haut im allgemeinen sehr gut tun soll.

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Also ran an die erste Fastenkur. Für die jenigen unter euch, die sich noch gar nicht mit dem Thema befasst haben. Heilfasten bedeutet für eine gewisse Zeit auf feste Nahrung zu verzichten. Es benötigt einige Tage Vorlauf/Vorbereitung, denn man sollte nicht von jetzt auf gleich mit dem Essen aufhören. Am besten man fährt seine Essensaufnahme langsam runter. Ein sehr wichtiger Schritt beim Heilfasten ist die Darmentleerung, die sollte funktionieren, sonst wird es schwierig durchzuhalten und schließlich geht es bei dem Ganzen ja darum seinen Darm zu entgiften und dafür muss er natürlich leer werden. Ich habe mich fürs Glaubersalz entschieden (brrr mittlerweile bin ich auf was anderes umgeschwenkt, weil ich das Salz einfach nicht mehr runter bekomme), aber damals war es okay und es hat seine Wirkung nicht verfehlt. Ich habe ganze sechs Tage durchgehalten und mich in der Zeit nur von Wasser und Säften ernährt, jeden zweiten Tag meinen Darm entleert (Sauerkrautsaft kann ich übrigens auch sehr empfehlen ;-)) und ansonsten für ausreichend Ruhe nach der Arbeit gesorgt. Und ich hab mich super gefühlt. Die ersten Tage waren etwas komisch und ich hatte leichte Kopfschmerzen, durch den Kaffeeentzug, aber am vierten und fünften Tag hatte ich richtige Glücksgefühle. Es fühlt sich irgendwie toll an, wenn man merkt, dass der Körper auch mal ohne Essen auskommt. Ich habe mich so leicht und unbeschwert gefühlt, hatte totale Lust mich zu bewegen, am Strand spazieren zu gehen und die Natur zu genießen. Und was meint ihr, was man in der Fastenzeit für freie Zeit dazu gewinnt. Kein Einkaufen, kein Überlegen was man kocht, kein Kochen, kein Essen, kein Abwaschen…

 

Die Fastenzeit soll ja auch eine Zeit der Ruhe und Erholung sein, wenn möglich ohne Hektik und Stress, dafür mit viel Natur und frischer Luft. Und was soll ich sagen, mir hat es gefallen, meiner Haut auch, meine Schuppenflechte war für Monate komplett geheilt, sodass für mich feststand, dass ich es wieder tun werde.

Was mir sehr geholfen hat, vor allem am Anfang, ist das Heilfastenforum, welches ich wärmstens empfehlen kann. Da gibt es nicht nur auf jede Frage eine Antwort, sondern auch super nette Fastengruppen, in denen man sich mit Gleichgesinnten austauschen kann. Hier gehts zum Forum. Auch heute schließe ich mich bei jeder Fastenkur einer Gruppe an, die auch gerade fastet, um mich auszutauschen.

Es gibt verschiedene Arten des Fastens (Buchinger, Saftfasten, etc.), wer Interesse daran hat, kann sich das für ihn Passende raussuchen. Ich liebes es zu Fasten und merke, dass es mir auch verdammt gut tut. Die Entspannung und Ruhe während der Fastenzeit ist jetzt mit Kindern natürlich nicht mehr so umsetzbar, aber trotzdem lege ich einmal im Jahr eine Heilfastenzeit ein und gönne so wenigstens meinem Darm, meinem Magen und noch einigen anderen Organen eine kurze Pause und etwas Erholung, schließlich haben sie es sich auch verdient. Nach jeder Fastenkur nehme ich mein Essen wieder viel bewusster wahr, genieße wieder mehr und probiere neue Rezepte aus.

Der Herbst eignet sich übrigens sehr gut zum Fasten. Bevor der Weihnachtsmarkt seine Türen öffnet und die vielen leckeren Naschereien mir in die Hände purzeln, gönne ich mir eine kleine Auszeit vom Essen. So starte ich aufgeräumt und ausgeglichen in den doch meist sehr hektischen Dezember. Und glaubt mir, der Lebkuchen und Glühwein schmeckt so gleich noch sehr viel intensiver.

Habt ihr Erfahrung mit dem Heilfasten oder Lusten es mal auszuprobieren? Es lohnt sich auf jeden Fall! Habt ihr Fragen? Schreibt mir.

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Ganz liebe Grüße, eure Yvonne

Heilfasten – eine kurze Pause
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3 Gedanken zu „Heilfasten – eine kurze Pause

  • 18. November 2016 um 14:43
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    Hallo Yvonne, Danke für die vielen Tipps.
    Wenn du es so beschreibst hört es sich echt machbar an 😉
    Wenn ich es probiert habe berichte ich wie es gelaufen ist.
    Viele Grüße Melanie

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  • 17. November 2016 um 9:23
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    Hallo,
    Schöner Beitrag 😉
    Ich habe noch keine Erfahrung mit Heilfasten, finde es aber super interessant.
    Will es auch auf jeden Fall mal machen.
    Hast du vielleicht noch nen Tipp zum anfangen?
    Lg Melanie

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    • 17. November 2016 um 13:05
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      Hallo Melanie,
      vielen Dank, ich gebe mir auch große Mühe und freu mich über jeden Kommentar :-).
      Tipps zum Anfangen gibt es einige. Mir hilft es, wenn ich es jemandem erzähle, dann schiebe ich es nicht immer wieder vor mir her ;-). Außerdem suche ich mir eine ruhige Woche aus, in der kein Geburtstagsessen oder ähnliches ansteht. Dann Kühlschrank so gut es geht leeren. Ich mache mir meistens eine Gemüsepfanne oder eine Suppe, von den restlichen Sachen, die aufgebraucht werden müssen. Dann fährst du einkaufen und besorgst dir leckeren Saft oder Tee, je nachdem was dir besser schmeckt. Und ganz viel Wasser. Fahr in der Apotheke vorbei und hol dir F.X.Passage-oder Glaubersalz zum Abführen und dann gehts auch schon los. Was mir auch hilft, denk in kleinen Schritten. Einen Tag nach dem anderen angehen. Und mach es dir so richtig schön gemütlich. Vermeide Fernsehen zwecks Werbung, sondern schau lieber eine DvD oder geh ins Heilfastenforum und schließ dich einer Fastengruppe an oder lies einfach nur ein wenig.
      Wünsche dir viel Glück, wenn du dich dazu entschließt, es zu probieren. Es ist wirklich nicht so schwer.
      Liebe Grüße, Yvonne

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