Der Renner auf dem Kosmetikmarkt ist momentan die Naturkosmetik. Immer mehr Leute wollen weg von den, mit Chemie vollgepumpten Shampoos und Duschgels. Der Trend aus den USA “no poo” (no shampoo) ist auch schon zu uns vorgedrungen – er verspricht eine Menge, aber ob er es wirklich halten kann, darüber scheiden sich die Geister. Die Haare nur mit Wasser und ohne herkömmliches Shampoo zu waschen, hört sich in jedem Fall erst einmal befremdlich an. Ich selbst bin nun seit mehreren Wochen “Shampoo frei” und werde euch, in einem bald folgenden Artikel ausführlich über meine Gründe und Erfahrungen berichten.

In diesem Artikel geht es aber erst einmal darum, auf das Thema im Allgemeinen aufmerksam zu machen, denn was alles in unseren täglichen Pflegeprodukten steckt, ist wirklich erschreckend. Nehmt euch einfach mal euer Shampoo oder Duschgel zur Hand und schaut auf der Rückseite nach den Inhaltsstoffen. Die meisten davon sagen euch bestimmt genau so viel wie mir, nämlich gar nichts. Um mal ein paar zu nennen “Sodium Lauryl Sulfate, Glycol Distearate, Cocamidopropyl Betaine, Sodium Chloride, Tetrasodium EDTA, Glycerin usw.” – gebt mal ein paar von den Inhaltsstoffen in eine Suchmaschine ein und schaut was wir uns da so nettes auf unsere (Kopf)Haut schmieren.

Ich habe mir lange Zeit überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, geschweige denn mir irgendwelche Inhaltsstoffe angesehen, erst durch meine beiden Kids habe ich angefangen mich in das Thema einzulesen. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass ein Leben mit herkömmlichen Shampoos, Duschgels, etc. nicht wirklich “krank macht” im eigentlichen Sinne – deshalb können all diejenigen unter euch, die zufrieden sind mit ihren Pflegeartikeln diese natürlich weiter benutzen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Da achten wir auf unsere Ernährung, treiben regelmäßig Sport, trinken viel Wasser und und und damit wir schön gesund und fit bleiben und dann bringen wir keine so richtig prickelnden Zutaten über unsere Haut in unseren Körper. Schließlich nehmen wir so einiges über unsere Haut auf. Die Haut ist unser größtes Organ, da sollten wir vielleicht ein bisschen achtsamer mit sein, oder was meint ihr?

4010355253378-998861_orgEs gibt ein paar gute Alternativen in der Naturkosmetik, die ihr in jeder gut sortierten Drogerie finden könnt und die auch gar nicht so sehr ins Geld gehen, aber so ganz ohne Sulfate etc. kommen auch diese Marken nicht aus. Es ist aber schon eine Ecke weniger Zeugs drin, als in den Herkömmlichen. Wer von euch Lust hat seine Pflegeprodukte selber herzustellen, der darf hier gerne weiter lesen. Denn wer selber herstellt, weiß ganz genau was drin ist und meistens hat sogar jeder die Zutaten zu Hause oder diese sind schnell besorgt. Meistens reicht es übrigens auch sich einfach nur mit Wasser zu waschen, so richtig schmutzig wird heute doch kaum noch jemand. Man muss also nicht unbedingt bei jeder Dusche den ganzen Körper einseifen.

Duschgel selber machen

Ihr braucht: ein Gefäß (z.B.: eine Tasse), Zucker, Meersalz (am besten bio), ein beliebiges Öl (z.B.: Olivenöl) und bei Bedarf für den Duft ein ätherisches Öl eurer Wahl (auch hier bitte auf gute Qualität achten).

Und so einfach gehts: Ihr gebt 1 TL Zucker und 2 TL Meersalz in euer Gefäß und gebt ein wenig Öl (4-5 TL je nachdem wie ihr es mögt) hinzu. Wer mag träufelt noch ca. 5 Tropfen ätherisches Öl (ich steh momentan total auf Grapefruit, dass riecht so herrlich frisch) dazu und verrührt dann alles. Fertig!  Falls ihr kein ätherisches Öl zur Hand habt, könnt ihr auch einfach ein paar Tropfen von eurem herkömmlichen Duschgel dazugeben. Bei mir reicht das Duschgel dann genau für eine Anwendungen. Am besten ihr nehmt den Löffel mit unter die Dusche, so könnt ihr es besser dosieren. Es fühlt sich eher wie ein Peeling an und schäumt nicht. Achtung! Bitte seid vorsichtig mit eurem Intimbereich, nicht jeder verträgt es. Ihr solltet auch das Öl vorher auf eurer Haut testen. Ein paar hilfreiche Tipps zu den unterschiedlichen Ölsorten bekommt ihr weiter unten. Das Meersalz Duschgel bitte nicht zum rasieren benutzen oder wenn ihr offene Stellen auf der Haut habt.

Es gibt natürlich viele Möglichkeiten sein Duschgel selbst herzustellen.

Cremt ihr nach dem Duschen?

Die lieben Bodylotions, ich gebe ja zu, sie duften fantastisch und es fühlt sich auch super an, so frisch eingecremte Haut. Aber wenn ihr euch nach jedem Duschen eincremen müsst, weil sonst eure Haut spannt und zieht, dann ist eure Haut süchtig nach Lotion oder besser gesagt, sie hat einfach verlernt von alleine nachzufetten. Das ist ein echter Teufelskreis. Ich selbst habe all meine Bodylotion verschenkt, als ich angefangen habe mich mehr mit meiner Haut zu beschäftigen. Da ich aber auch Neurodermitis geplagt bin, nutze ich schon seit längerem keine Lotion mehr. Aber auch hier gibt es eine super Lösung bei der ihr komplett ohne Chemikalien auskommt.

Ölen statt cremen. Egal ob Bio Kokosöl, Olivenöl, Arganöl, es gibt viele verschiedene Öle und hier müsst ihr einfach schauen, was am besten zu eurer Haut passt. Haut ist immer individuell und was der einen Haut gut tut, ist für andere weniger geeignet. Testet also bitte immer vorher, ob ihr das Öl auch vertragt, z.B.: in eurer Armbeuge. Euer Öl tragt ihr am besten auf die noch etwas feuchte Haut, direkt nach dem Duschen, auf.

Hier einige Ölsorten (bitte immer auf biologischen Anbau achten – Quelle: www.hautsache.de):

• Argan-Öl
(entzündungshemmend, auch bei allergischen Hauterkrankungen)
• Avocado-Öl
(vitaminreich, sehr nährend, v.a. bei sehr trockener und rissiger Haut)
• Hanföl
(bei schuppiger, rauer, entzündlicher Haut)
• Johanniskraut-Rotöl
(beruhigend, wundheilend, Vorsicht: erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut)
• Leinsamenöl
(auch als Nahrungsergänzung, 2 Esslöffel täglich)
• Macadamianussöl
(stark fettend, nährend, macht die Haut weich und geschmeidig)
• Olivenöl
(fördert die Elastizität und Belastbarkeit der Haut, schmerzlindernd, enthält u.a. Vitamin)

Und nun seid ihr dran! Was benutzt ihr am Liebsten? Worauf könnt ihr nicht verzichten oder mixt ihr euch auch schon eure Pfege selber? Ich bin gespannt und freue mich auch über neue Rezeptideen.

Bitte beachtet: meine DIY Vorschläge tun meiner Haut gut und wurden über mehrere Wochen getestet, dass muss aber nicht bei euch so sein. Gerade bei empfindlicher Haut bitte die Produkte erst testen und nicht gleich überall auf der Haut anwenden.

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Alles Liebe, eure Yvonne

Duschen und Pflegen auf die natürliche Weise
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6 Gedanken zu „Duschen und Pflegen auf die natürliche Weise

  • Pingback:Pflege für die Kleinen, Baden – just lifetime

  • 30. Oktober 2016 um 21:38
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    Toller Blog. Vielen Dank dafür und bin gespannt! Mache bereits meine Tagescreme und Bodybutter selbst.

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    • 31. Oktober 2016 um 8:33
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      Danke Andrea. Ich teste momentan sehr viel. Gesichtswasser mache ich mir selber, da brauche ich keine Creme mehr. Trotzdem würde mich dein Rezept interessieren. LG, yvonne

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  • 30. Oktober 2016 um 15:27
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    Ich benutze schon lange keine Bodylotion. Da ich möglichst viel selber machen will habe ich mit Olivenöl und ätherischen Ölen von Primavera angefangen.Beim verschenken der verschiedenen Versuche stellte sich heraus dass einige Menschen den Eigengeruch des Olivenöls nicht mögen. Eine gute Alternative ist Sesamöl, das verwende ich auch in meiner Arbeit als Altenpflegerin für Menschen mit sehr trockener Haut oder Hautreizungen. Für die Haarwäsche finde ich persönlich Roggenmehl am allerbesten 2 Eßl. in ein Schraubglas mit warmem Wasser,schütteln und dann auf die nassen Haare,einmassieren und ausspülen.Obwohl ich fettes Haar habe werden sie so schön und glänzend auch ohne Rinse. Ich freue mich auf Rezepte und Anregungen von dir. CD

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    • 31. Oktober 2016 um 8:31
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      Hallo Clasi, danke schön. Guter Tipp mit dem Sesamöl, dass werde ich ausprobieren, bin auch kein Fan vom Duft des Olivenöls. Ich mag das Roggenmehl auch, allerdings gefällt mir der Duft einfach nicht. LG, yvonne

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      • 14. November 2016 um 8:43
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        Ich mische dem Roggenmehl 1TL Honig und 3 Tr ätherisches Öl Rosmarin (gut für die Kopfhaut) zu. Die Kombi riecht toll! Aber ist natürlich Geschmackssache 😉

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