Es ist wirklich kaum zu glauben, wie schnell die letzten Monate vergangen oder besser gesagt verflogen sind. Rucki zucki sitze ich wieder in meinem Büro und stecke mit meinem Kopf in den Akten, die es durchzuarbeiten gilt.

Da geht eine schöne Zeit und Erfahrung zu Ende, die ich niemals missen möchte, die aber auch streckenweise sehr anstrengend und nervenzerreibend war. Aber wie es meistens so ist, erinnere ich mich kaum noch an die anfangs stressige Zeit, dass ist so schnell vergessen, wie die Schmerzen einer Geburt. Um meiner Vergesslichkeit vorzubeugen, nehme ich euch diese Woche einfach mal mit durch meinen Mama-Alltag.

Meine Große (3 1/2 Jahre) geht ja schon in den Kindergarten und so hatten meine Kleine und ich die Vormittage für uns, was super war und ich sehr genossen habe. Vor allem der gemeinsamen Vormittagsschlaf war für mich jeden Tag aufs Neue ein schönes Erlebnis. Auch wenn ich gar nicht wirklich müde war, habe ich mich mit meiner Maus hin gekuschelt, habe ihr beim Einschlafen zugesehen und einfach den Moment genossen. Das machen wir auch jetzt noch, am Wochenende, wenn die Maus sehr früh wach wird, dann kuscheln wir uns am Vormittag einfach noch mal ins Bettchen und genießen die Nähe des Anderen.

Um halb eins haben wir dann immer die große Schwester aus dem Kindergarten abgeholt. Da wir das große Glück haben, dass unser Kindergarten direkt bei uns im Dorf ist, konnten wir meistens zu Fuß gehen. Nur wenn unser Vormittagsschlaf ein halber Mittagsschlaf geworden ist, mussten wir uns sputen und sind fix mit dem Auto gefahren. Naja und im Winter, bei dem nass kaltem Wetter, da haben wir natürlich auch das bequeme Fortbewegungsmittel bevorzugt. Wieder zuhause gab es erst mal eine leckere Brotzeit oder besser gesagt eine Joghurt- und Breizeit. In der Zeit, in der ich die kleine Motte noch gestillt habe, war die Mittagszeit eher anstrengend und deshalb war ich froh, als wir alle drei mehr oder weniger zusammen am Tisch sitzen konnten. So hatte ich wenigstens zwei Hände für zwei Kinder, denn wie es immer so ist, wollen meistens beide gleichzeitig etwas von mir.

Nach dem Essen ging es dann wieder ins Bett für die Kleine und die Große durfte zwei Folgen ihrer Lieblingsserie schauen. Da muss ich ganz ehrlich sagen, ein Glück, dass es heutzutage diese Möglichkeit gibt, auch wenn ich eher kein Fan davon bin, sein Kind vor dem Fernseher „zu parken“. Aber ich hätte nicht gewusst, wie ich es sonst mit dem Mittagsschlaf hinbekommen hätte. Leider waren die Zeiten ,in denen ich die Kleine zum Schlafen nur ins Bett legen musste und sie alleine eingeschlafen ist, nach circa 3 Monaten wieder vorbei und so habe ich meistens 10 bis 15 Minuten neben ihr gelegen, bis sie eingeschlafen ist. Wenn in der Zeit dann natürlich alle paar Minuten die Tür aufgeht und die Große reinkommt und fragt, wann ich denn endlich wieder zu ihr komme, … dann dauert die Einschlafphase selbstverständlich entsprechend länger.

Erzählt doch mal, wie habt ihr das gemacht beim zweiten Kind?

Den Nachmittag haben wir dann spielend verbracht. Entweder draußen oder im Spielzimmer der Kids. Wir haben glücklicherweise auch sehr liebe Nachbarskinder, die super gerne zusammen spielen. Das ist wirklich Gold wert, denn wenn die Große entspannt und glücklich ist, dann nimmt sie viel lieber einmal mehr Rücksicht auf ihre kleine Schwester. Und so hatte die Große meistens wen zum Spielen, während ich den Kinderwagen durch unsere hood geschoben habe oder stillend auf der Couch saß.

Gegen Abend kam auch schon der Papa nach Hause. Wenn ihr auch zwei Mädels zuhause habt, dann wisst ihr, wie Mädchen ihren Papa vergöttern und gerade wenn dieser den ganzen Tag gearbeitet hat. Das ist immer ein herrliches Bild, wenn der Papa durch die Tür kommt und die Mädels über das ganze Gesicht strahlen. Leider hielt das Strahlen meistens nicht lange an, denn unsere beiden sind abends echte Granaten. Entweder sie sind schon müde und nölig oder total aufgedreht und nur am rumalbern und kreischen. Erholsam sind unsere Abend eigentlich erst, wenn die beiden Mäuse schlafen. Aber vorher wird natürlich noch gekocht und gegessen, gebadet und Zähne geputzt.

So ein Tag in der Elternzeit ist dann recht schnell rum und ich muss gestehen, dass es nicht selten vorkam, dass mein Mann und ich abends einfach direkt mit eingeschlafen sind. So ein Alltag mit Kids ist schon nicht ohne und ich fühle mich des Öfteren als Marionette unserer Kinder. Irgendeiner zieht immer an mir rum, möchte etwas oder will einfach nur auf den Arm. Da gegen ist die Arbeit ab und an Erholung pur. Zumindest wenn man sein Job mag, so wie ich. Obwohl Erholung ist das falsche Wort, aber ich kann einfach mal wieder „ich“ sein. Einige von euch wissen sicherlich was ich meine.

Mir ist eine gute Balance zwischen Arbeit und Familie sehr wichtig. Beides darf nicht zu kurz kommen und ich finde es auch wichtig, dass meine Mädels wissen, wenn es ihnen nicht gut geht, dann bleibt Mama auch gerne zuhause und kümmert sich um sie. Wenn ich nach 5 Stunden aus dem Büro komme und die beiden Mäuse aus der Kita abhole, dann geht es uns allen gut. Mir, weil ich nicht nur Mama und Hausfrau sein möchte und mein Job für eine gute Ablenkung sorgt und meinen Kids, weil sie eine tolle Zeit im Kindergarten hatten und sich jetzt aber auch freuen, dass Mama sie wieder abholt. Und dann gehört der Nachmittag nur uns.

Wie sind eure Erfahrungen? Bekommt ihr Familie und Job gut unter einen Hut? Oder würdet ihr gerne mehr oder weniger arbeiten, könnt es aber aus bestimmten Gründen nicht?

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Lest hier meinen Beitrag zu unserem ersten Mama-Tochter Wochenende.

Habt ein schönes Wochenende,

eure Yvonne


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Adé Elternzeit ! Willkommen Arbeitswelt !
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