Ich liebe Ordnung und eine gewisse Sauberkeit ist mir auch sehr wichtig. Ich denke, ihr kennt das sicherlich, wenn es zuhause aussieht wie bei Hempels :-), dann fühlt man sich nicht wohl und das Unwohlsein schlägt automatisch auf die Stimmung. So ist es zumindest bei mir. Ich bekomme die Krise, wenn ich nach Hause komme und nicht weiß, in welcher Ecke ist zuerst anfangen soll, um das Caos zu beseitigen. Also beuge ich dem Caos vor. Hier meine Tipps für euch, vielleicht ist ja was hilfreiches dabei.

1. Grundordnung schaffen. Um seinen Haushalt gut zu organisieren, ist es nötig erst einmal eine Grundordnung zu schaffen. Ihr solltet euch, wenn möglich, jedes Zimmer einzeln vornehmen und dort Ordnung schaffen. Staubputzen, Saugen, Wischen, Aufräumen ist angesagt, wenn ihr ein absolutes Caos Zimmer habt.

2. Alles hat seinen Platz und wird nach Benutzung direkt an diesen zurück gebracht. Das gilt besonders für die kleinen Dinge, wie z.B. die Schere, Schlüssel, Handys, Tablets, Fernbedienungen, Stifte, Block, Zahnpasta, Bürste, etc., aber auch die etwas größeren Sachen sollten schnell wieder an seinen Platz zurück (Stühle, Leiter, Wäscheständer, usw). Wenn ihr Sachen habt, die keinen festen Platz in eurer Wohnung haben, dann sucht euch einen. Hierzu gibt es auch einen extra Beitrag von mir. “Gemütliche Ordnung, kleine Helfer” gibt es hier.

3. Kleine Dinge sofort aufräumen bzw. saubermachen. Alles was innerhalb weniger Minuten aufgeräumt werden kann, sollte auch sofort aufgeräumt werden. Dazu zählt, nach dem Essen das Geschirr, Töpfe etc. in den Geschirrspüler einzuräumen, die benutze Tasse gleich wegzustellen, den Tisch oder die Arbeitsplatte sauber wischen, die Krümel vom Boden fegen (gerade mit Kindern), Decken zusammenlegen, Bett machen, den dreckigen Spiegel putzen uvm. Es dauert nicht lange, diese Dinge zügig zu erledigen, aber lässt man alles liegen, verursachen gerade die kleinen Sachen ein großes Caos. Und dem dann wieder Herr zu werden, dauert mit Sicherheit länger. Wohnt ihr noch bei euren Eltern oder habt nur ein Zimmer in einer WG, ist das „Bett machen“ das aller aller Wichtigste. Ein Zimmer mit einem gemachten Bett wirkt gleich viel aufgeräumter und gemütlicher.

4. Nichts auf die lange Bank schieben. Wenn euch etwas auffällt und ihr könnt dieses in 5-10 Minuten erledigen, dann macht es am besten gleich. Ein paar Beispiele: der Flur ist mal wieder voller Sand. Wartet nicht auf den Putztag, sondern holt gleich den Staubsauger raus und saugt es weg. Eure Herdplatten sind vom Kochen total schmutzig oder am Küchenfenster sind schon wieder tausend Handabdrücke eurer Kinder. Putzzeug schnappen, saubermachen, glücklich sein. Mir verschafft es immer eine gewisse Genugtuung, wenn ich auch die etwas größeren Dinge schnell erledige. Denn wartet man zu lange, ist nicht nur das Fenster, der Flur und die Herdplatten schmutzig, sondern auch noch zig andere Sachen und dann anzufangen ist schwer. Man weiß, wie viel Arbeit auf einen wartet und hat schon von Anfang an gar keine Lust mehr.

5. Erst gar nicht dreckig werden lassen. Dieser Tipp ist einer der besten, aber mir persönlich fällt er am schwersten. Es ist für fast alle unter uns selbstverständlich die Toilette sauber zu hinterlassen, dass ist etwas was wir tun, ohne großartig darüber nach zu denken, oder? Warum also nicht auch, nach dem Zähneputzen und Zurechtmachen am Morgen über das Waschbecken wischen? Das fällt natürlich am leichtesten, wenn das Waschbecken nicht mit tausend Sachen vollgestellt ist, sonst dauert es wieder zu lange, um es mal schnell hinter sich zu bringen. Es ist aber super effektiv, wenn wir morgens oder abends unser Waschbecken abspülen und trocken wischen, dann ist es immer sauber. Ein ähnliches Beispiel sind unsere Klamotten. Wenn wir diese direkt nach dem Ausziehen in den Schrank zurück räumen oder in den Wäschekorb schmeißen, entstehen keine Klamottenberge.

6. Dinge zur Gewohnheit werden lassen. Das knüpft direkt an Tipp Nummer 5 an. Wenn wir jeden Morgen unser Waschbecken sauberwischen oder jeden Abend unsere Klamotten direkt wegräumen, dann wird es irgendwann zur Gewohnheit und man tut es ohne darüber nachzudenken ganz automatisch. Das Gleiche gilt für viele Dinge, die ich schon erwähnt habe. Abends gleich die Decke zusammenlegen, bevor man ins Bett geht oder nach dem Duschen das Wasser von den Fliesen abziehen. Und schon fallen beim Putztag weniger Arbeiten an.

7. Täglich ein paar Minuten Zeit nehmen. Dieser Tipp ist sehr hilfreich, wenn Kinder mit euch leben, aber auch ohne Kinder nicht zu verachten. Am besten sucht ihr euch eine passende Zeit des Tages dafür aus. Ich habe mir nach der Arbeit, bevor ich meine Kids aus dem Kindergarten abhole, 10-15 Minuten, manchmal auch nur 5, freigeschaufelt, um zu Hause „Klar Schiff“ zu machen. Es brauchen wirklich nur 5-10 Minuten sein, in der ihr einfach von Raum zu Raum geht und Sachen weg räumt, die eben doch liegen geblieben sind. Ich lüfte in der Zeit gerne einmal komplett durch, räume die Spülmaschine aus, schmeiße eine Maschine Wäsche an, was eben gerade so anfällt. Ich nutze die Zeit aber auch, um den Mittagstisch vorzubereiten (Tisch abwischen, weil wir da morgens echt nicht zu kommen, Sets hinlegen, Gläser, etc. was man eben so braucht). So bin ich gleich viel entspannter, wenn ich mit den Kindern vom Kindergarten nach Hause komme.

8. Öfter Saugen. Hört sich komisch an, hilft aber wirklich. Normalerweise saugt man ja erst, wenn man denkt, es wird mal wieder Zeit, oder wenn man sowieso gerade saubermacht. Aber meistens war es bei mir so, dass wenn ich gedacht habe, ich müsste mal wieder saugen, mir die Zeit dafür gefehlt hat. Aber wenn ich einfach unsere Haupträume, also Küche und Wohnzimmer, alle 2-3 Tage sauge, dann komme ich gar nicht mehr in die Situation zu denken, ich müsste mal wieder saugen. Ich hoffe ihr versteht was ich damit meine. Der Boden ist einfach immer sauber. Unter unserem Esstisch sauge oder fege ich sowieso zweimal am Tag, dass bleibt mit kleinen Kindern nicht aus. Das Gleiche gilt übrigens auch für das Staubwischen empfindlicher Oberflächen, wie z.B. Fernseher, Receiver, usw. eben alles was Staub magisch anzieht. Das mache ich so nebenbei, wenn ich eh gerade ein Tuch in der Hand habe, gehe ich da schnell drüber.

9. Putztag festlegen. Ihr braucht eigentlich keinen festen Tag in der Woche dafür, aber es macht es einfacher, gerade wenn ihr mit mehreren Personen zusammen wohnt, dann weiß jeder gleich Bescheid. Wir teilen uns die Arbeiten immer auf und machen uns Musik an. Unsere Große wird auch schon ein wenig mit einbezogen. Sprecht euch am besten ab, wer was am liebsten macht, usw. Am besten startet ihr gleich morgens oder direkt wenn ihr nach Hause kommt, dann ist die Motivation bei den meisten von uns am höchsten und wenn man es dann geschafft hat, hat man noch ganz viel von Tag oder Abend übrig, um was Schönes zu machen. Wichtig ist, dass auch der Spaß nicht zu kurz kommt. Läuft z.B. ein tolles Lied im Radio, tanzen wir einfach los.

10. Zeitsparende Anschaffungen. Wer von euch besitzt einen Trockner? Eine Spülmaschine finden wir heutzutage in fast jedem Haushalt, anders ist es bei einem Wäschetrockner. Ich muss sagen, es war einer unserer besten Anschaffungen der letzten Jahre. Klar, so ein Trockner kostet nicht gerade wenig und der Stromverbrauch steigt auch. Die Geräte werden aber immer Stromsparender und Zeit ist bekanntlich Geld. Da sollte jeder für sich entscheiden, was er möchte. Durch den Trockner spare ich nicht nur das Auf- und Abhängen der Wäsche, sondern auch das Bügeln. Klar wird gerade im Sommer auch mal was aufgehängt, aber über das Jahr verteilt lohnt es sich für uns allemal. Es gibt ja heutzutage auch schon selbstreinigende Backöfen oder spezielle Fensterputzgeräte, genauso wie man seinen Rasen von einem kleinen Roboter mähen lassen kann.

Es gibt natürlich noch viele weitere Tipps und einige Thema wie z.B. Einkaufen, Kochen, etc. habe ich bewusst weggelassen. Sonst wäre der Post einfach viel zu lang geworden. Wenn ihr Interesse habt, schreibe ich gerne auch darüber.

Aber nun berichtet ihr: wie organisiert ihr euch oder seid ihr eher die Caoten und fühlt euch so wohl? Bin gespannt auf eure Kommentare.

Kennt ihr schon meinen DIY Kalkreiniger für’s Bad? Nein, dann schaut mal hier. Hat dir mein Artikel gefallen? Dann freue ich mich über ein „gefällt mir“ auf meiner Facebook-Seite. Gerne dürft ihr meinen Beitrag auch mit euren Freunden teilen.

Liebe Grüße,

eure Yvonne

 


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10 Tipps für einen organisierten Haushalt

2 Gedanken zu „10 Tipps für einen organisierten Haushalt

  • 16. Juni 2017 um 20:08
    Permalink

    Das klingt alles so schön. Auch ich liebe es ordentlich. Um so schlecht gelaunter werde ich bei Unordnung.

    Im Grunde kenne ich diese Regeln. Ich bin es aber inzwischen Leid gegen 3 Leute anzuräumen. Das ist nicht zu schaffen und extrem frustrierend.

    Antworten
    • 20. Juni 2017 um 9:46
      Permalink

      Hallo Anne, danke für deinen Kommentar. Mit Kindern ist Ordnung ja immer so eine Sache ;-). Noch haben wir das ganz gut im Griff, mal sehen wie ich das in ein paar Jahren sehe. LG, Yvonne

      Antworten

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